Geschichte


Die Geschichte des 1. MBC Speyer hat ihren Anfang in der zweiten Hälfte der 50er Jahre des 20. Jahrhunderts. Ursprünglich fanden sich Speyerer Motorbootfahrer in einer „Interessengemeinschaft Bootsplatz-Suchender“ zusammen. Dann wurden Dr. Rudolf Joeckle und andere Speyerer Mitglied im 1960 gegründeten Motorbootclub Pfalz (MCP). Ein Jahr später folgte die Gründung des 1. Motorboot-Club Speyer (1.MBC Speyer). Beide Clubs wurden tatkräftig unterstützt und gefördert vom damaligen ADAC-Gauvorsitzenden.

Über die Gründungsversammlung selbst, an der die Herren Baier, Canali, Demmerle (†), Fortmann (†), Graf, Gruber (†), Horländer, Joeckle, Klaer (†), Krüger, Leibig, Dr. Mohr (†), Müller, Treutle und Zeiger teilnahmen, gibt das Protokoll Auskunft.

„Protokoll über die Gründungsversammlung des 1. Motorboot-Club (MBC) im ADAC am 10. Mai 1961 im Restaurant „Domnapf“, Speyer.

Der Vorsitzende des ADAC-Gaues Pfalz, Herr Rechts- anwalt Dr. Leonhard Voelcker, Neustadt/Weinstraße, eröffnete nach einleitenden Worten des Herrn Magnus Gruber, Speyer, die Versammlung und begrüßte die Anwesenden und die Presse. Der Gauvorsitzende gab einen eingehenden Bericht über die Vorgeschichte und

die Bestrebungen, welche die Gründung eines Motor- boot-Clubs wünschenswert erscheinen ließen. Er ver- schloss sich auch nicht den Gründen der Speyerer Mo- torboot-Fahrer, nun auch, nach Ludwigshafen, einen eigenen Verein zu gründen. In der sich anschließenden Aussprache kamen die vielseitigen Schwierigkeiten zum Ausdruck, welche noch überwunden werden müssten, die eine Zusammenfassung der Motorboot-Besitzer und damit die Gründung eines Clubs nicht nur wünschenswert, sondern notwendig machten. Die Anwesenden waren sich darüber einig, dass die Wahrung ihrer Inte ressen und die Verwirklichung der Planungen nur auf diesem Wege möglich sind. Es wurde daher beschlossen, sofort einen Club zu gründen, der, einem Antrag des Herrn Richard Fortmann folgend, die Bezeichnung 1. Motorboot-Club (1. MBC) Speyer im ADAC tragen soll.

In einer besonderen Liste erklärten 16 Personen durch Unterschrift ihren Beitritt zum 1. Motorboot-Club Speyer. Anschließend erfolgte die Wahl der Vorstandschaft per Akklamation. Als 1. Vorsitzender wurde einstimmig Herr Dr. Rudolf P. Joeckle jun., Speyer, gewählt. Weiter gewählt wurden zum 2. stellvertretenden Vorsitzenden Herr Dr. Emil Mohr, Speyer; 3. Sportleiter Herr Rolf Klaer, Speyer; 4. Schatzmeister Herr Richard Fortmann, Speyer; 5. Schriftführer Herr Magnus Gruber, Speyer; 6. Beisitzer 1 Herr Helmut Müller. Speyer; 7. Beisitzer 2 Herr Gerd Canali, Speyer; 8. Beisitzer 3 Herr Johann Demmerle, Speyer; 9. Beisitzer 4 Herr Fritz Treutle, Speyer. Alle Gewählten nahmen die Wahl an. Eine ab- schließende Aussprache über Vertragsfragen usw. schloß sich an. Ende der Versammlung: 23.00 Uhr.“

Die Hauptaufgabe des ersten gewählten Vorstandes war: Eine clubeigene Hafenanlage. Mühevoll, verschlungen, fast aussichtslos war der Weg bis zum Richtfest der Clubanlage im Reffenthal am 26. Juni 1965.

„Nur wer um dieses jahrelange Suchen, und das zer- mürbende Hin und Her, nur wer von den vielen zer- störten Hoffnungen weiß, kann die Freude an unserem Gelände im Angelhofer Altrhein ermessen.“

Aufbau im Reffenthal: Entstehung des Paradieses

Am 3. Mai 1965 wurde der Pachtvertrag zwischen den Vereinigten Ziegelwerken Speyer und dem 1. MBC Speyer geschlossen. Der Club war Besitzer des Geländes im Reffenthal geworden.

Von 1963 bis 1965 hatte der 1. MBC Speyer seinen Clubhafen im Neuen Hafen. 1965 entstanden Clubgelände und Clubhafen am Nordufer des Angelhofer Altrheins.

Aus einer unwegsamen, verwüsteten und verwilderten Landschaft schufen die 1. MBC’ler das Clubgelände. Dank aktiven Clubmitgliedern, die als Bau- und Fuhrunternehmer mit ihren Maschinen und Lastkraftwagen und Personal anrückten und an die Arbeit gingen, wurde aus der Wildnis in relativ kurzer Zeit ein funktionales und kultiviertes Stück Land.

Danach bauten die 1. MBC’ler die Steganlage, den zweiten Clubhafen. Ausschließlich aktive Clubmitglieder planten, machten die technischen Vorarbeiten und montierten die Anlage. Dabei brachte jeder seine spezifischen Fach- und Sachkenntnisse mit ein. Zuletzt wurde die neue Sreganlage konserviert und mit Farbe auf Hochglanz gebracht.

An einem strahlenden Juni-Wochenende, am 26. und 27. Juni 1965, feierten die 1. MBC’ler das Richtfest. Am Nachmittag waren zur Einweihung zahlreiche honorige Ehrengäste aus Politik, dem Sport, Behörden, der Wirtschaft und von befreundeten Vereinigungen und Clubs gekommen.

Nach vielen herzlich vorgetragenen Grußworten und Glückwünschen gingen erstmals am rot-weißen Flaggenmast die Clubflagge, die Flaggen des Deutschen Motoryachtverbandes, des ADAC und die Nationale hoch. Dazu wurde jeweils die große Schiffsglocke angeschlagen.

Ausbau und Konsolidierung

Gegen Ende der 60er Jahre bauten die 1. MBC’ler eine neue Steganlage, dabei wurden sie tatkräftig unterstützt von den Pionieren der Bundeswehr aus der Kurpfalz- kaserne. Der heutige Clubhafen basiert auf dieser Anlage.

Ein kleines Toilettenhaus und ein Werkstatt- und Abstellschuppen im Nordosten des Clubgeländes kamen hinzu. 1979/80 entstand an Stelle der kleinen eine große Toilettenanlage. In der gleichen Zeit wurde die Wohnwagenterrasse gesichert und ausgebaut.

1978 kam das Fronleichnam-Hochwasser; die ganze Steganlage drohte auszuschwimmen. Deshalb brachten die 1. MBC’ler ihr Clubschiff, die Rheinschnook, ans rettende Ufer und machten sie auf der östlichen Liegewiese fest.

Am 6. Juni 1978 legte der erste Präsident des 1. MBC Speyer, Dr. Rudolf Joeckle, sein Amt nieder, aus ge- sundheitlichen Gründen. Die Leitung des Clubs über- nahm kommissarisch der 2. Vorsitzende, Richard Fort- mann.

In der Mitgliederversammlung 1979 wurde Richard Fortmann zum 1. Vorsitzenden gewählt. Aus der zeit- weise turbulent verlaufenden Versammlung kam ein Vorstand, der sehr heterogen war.

Diese Tatsache veranlasste Richard Fortmann wenige Tage später, unmittelbar vor dem Anfahren 1979, vom Amt des 1. Vorsitzenden zurückzutreten; der 2. Vorsitzende und der Schatzmeister folgten ihm. Infolgedessen musste der Schriftführer, Josef Hardt, die Leitung des Anfahrens übernehmen. Der Chronist von heute erinnert sich, dass er genau 30 Minuten Zeit hatte, um sich auf diese Aufgabe einzustellen und vorzubereiten. Die neue Saison wurde zünftig eröffnet, und das Anfahren 1979 gelang voll und ganz.

Am 17. Mai des Jahres in einer außerordentlichen Mit- gliederversammlung wählten die Clubmitglieder einen neuen Vorstand mit Richard Fortmann an der Spitze. Zu der guten und erfolgreichen Arbeit dieser Führungscrew gehörte die Erneuerung und Befestigung des kleinen Hochwasserdamms zum Zugangssteg in den Clubhafen.

In der Migliederversammlung 1983 wählten die 1. MBC’ler einen neuen Vorstand. Neuer 1. Vorsitzender wurde Dr. Franz Becker. Er war der dritte Präsident des 1. MBC Speyer. Die neue Crew um Franz Becker bewährte sich.

1986: Ein Höhepunkt

Zwei Veranstaltungen fanden in diesem Jahr statt: Die offizielle Geburtstagsfeier am Samstag, dem 10. Mai, in der Stadthalle Speyer und die 16. DMYV-Sternfahrt Süd-West vom 16. bis 19. Mai im Reffenthal bei Speyer.

Über die offizielle Geburtstagsfeier schrieb Ingo Schrader im „Hafen-Kurier“ im Juni 1986: „Der festliche Rahmen der Stadthalle wurde durch die Eleganz der Damen und die feierlichen Mienen der Herren unterstrichen. Man fand sich wieder in der großen MBC-Familie. Beim Betreten des Saales empfing die Besucher, unter ihnen viele Honoratioren aus Politik und Gesellschaft, gedämpfte Bänkelsängermusik des Bläserquintetts unter der Leitung von Martin Scheuber. Nach der Begrüßung durch unseren 1. Vorsitzenden Dr. Franz Becker zeigte dieser, überraschend für jeden, in einem gelungenen Diavortrag einen Rückblick über 25 Jahre MBC-Geschichte. Lang anhaltender Beifall bewies, dass bei entsprechenden Einfällen, auch ein Abstecher in die Vergangenheit interessant und lebendig sein kann. Einen wahrhaft festlichen Höhepunkt stellte der Festvortrag von Prof. Dr. Ewald Rother unter dem Titel “Das biblische Menschenbild des Bootsfahrers“ dar. Er verwies auf die ersten Bootsfahrer Moses und Noah und erbrachte darüberhinaus den Beweis, dass es schon in der Bibel Hinweise auf den Motorsport gibt.

Die Grußworte durch den OB aus Speyer und die Gratulationen vieler Clubvorsitzenden zeigten, dass der 1. MBC Speyer als Bootsclub angesehen ist und viele Freunde hat.

Ein anschließender Stehempfang empfing die festlich gestimmten Besucher im Foyer der Stadthalle, so daß auch der Gaumen mit Sekt und vielen Leckereien befriedigt wurde.“

Die 16. DMYV-Sternfahrt Süd-West hatte der Vorstand des Clubs umfassend und gründlich geplant und tech- nisch und organisatorisch vorbereitet. In den Tagen vor der Veranstaltung bauten die Pioniere der US Army mit ihrem Schwimmbrücken-Gerät eine riesige Erweiterung des Clubhafens. Der Hafenmeister des Clubs, Jakob Brein, zusammen mit fachkundigen Helfern installierte die notwendige Energieversorgung, Trinkwasser, Strom, dazu Abwasserleitung und auf jedem Einzelsteg eine Toilette. Auch ein Festzelt mit 1.300 Plätzen stand auf dem Parkplatz. Der Vorstand und alle Mit- glieder des Clubs waren bestens gerüstet und vorbereitet.

Am Freitag, dem 16. Mai, kamen schon 75 Freizeitkapitäne mit ihren Booten an. Am Samstagabend, 17. Mai, lagen 432 Boote mit ihren Crews, Teilnehmer der DMYV-Sternfahrt Süd-West, im Hafen des 1. MBC Speyer.

Der Festabend am Samstag war der erste Höhepunkt der Sternfahrt; ein buntes Programm und die Musik der Pfälzer Landmusikanten, dazu gut pfälzisches Essen und Trinken brachte die Freizeitkapitäne mit ihren Crews und auch die honorigen Gäste in Hochstimmung.

Der Oberbürgermeister der Stadt Speyer, Dr. Christian Roßkopf, und der Präsident des Deutschen Motoryacht- verbandes, Alexander Basting, waren unsere Ehrengäste.

Am Pfingstsonntag um 10.30 Uhr feierte die Gemeinschaft der Motobootfahrer mit dem Pfarrer von St. Konrad, Speyer, einen Gottesdienst. Im Alten Rathaus fand ein Empfang des Oberbürgermeisters der Stadt Speyer für die Präsidenten und Vorsitzenden der Mo tor- und Yachtclubs statt.

Nachmittags konnte in einem Kinderwettbewerb der Nachwuchs tolle Preise gewinnen. Die Erwachsenen machten unter sachkundiger Führung eine Stadtrund- fahrt und Besichtigung der historischen Altstadt.

Am Abend kamen alle wieder ins Festzelt. Auch an diesem zweiten Abend mit einem hervorragenden Pro- gramm und der Musik einer ausgezeichneten Kapelle waren die Motorbootfahrer in bester Stimmung bis in die frühen Morgenstunden.

Pfingstmontag hieß das Kommando „Leinen los!“ und die Gäste des 1. MBC Speyer fuhren in ihre Heimathäfen zurück.

Unsere Regionalzeitung „Die Rheinpfalz“ schrieb am Dienstag, dem 20. Mai 1986: „Ein großer Erfolg in sportlicher wie gesellschaftlicher Hinsicht kann der 16. DMYV-Sternfahrt des Deutschen Motoryachtverbandes, ausgeführt durch den 1. MBC Speyer, bescheinigt werden. Einhelliger Tenor: eine sehr gute Demonstration für den familienfreundlichen Wassersport. Trotz einer hohen Zahl von Wassersportfreunden war die Reinhaltung der Gewässer und Uferbereiche vorbildlich. Wie ernst die Sicherheit bei den organisierten Sporbootfahrten genommen wird, beweist die Tatsache, daß es bei einem kleinen Kabelbrand an einem Schiff keine drei Minuten dauerte, um diese Feuer in den Griff zu bekommen."

Sanierung und Renovierung

In der Zeit nach 1986 standen die Miglieder des 1. MBC Speyer vor der Frage: „Sollen wir eine neue Steganlage kaufen, und diese von der Herstellerfirma installieren lassen? oder Sollen wir unsere Steganlage in Eigenleistung gründlich sanieren und renovieren?“ Das Problem wurde in unserem Club heftig diskutiert. Ein Stegausschuß legte dem Vorstand und den Mitgliedern viele Pläne vor. Die Schwierigkeit waren die Schwimmer, welche hohe Tragkraft besitzen und darüber hinaus lange Jahre ohne große Schäden unseren Steg tragen sollten. Zur Diskussion standen damals Aluminiumschwimmer mit gleichem, darüber hinaus leichtem Aufbau. In Düsseldorf sammelte man gerade Erfahrung mit einer neuen Steganlage aus Betonschwimmern, welche mit Kunststoff ausgeschäumt waren. Oder sollte man den Steg in konventioneller, uns bekannter Weise aus Stahlschwimmern mit Stahlaufbau machen lassen bzw. selbst Hand anlegen? Die Mitglieder beschlossen den Steg in eigener Regie mit fachlicher Hilfe in Stahlbauweise zu bauen.

Der inzwischen neue Präsident Werner Heim mit seinem neuen Vorstand hatte große Aufgaben vor sich. Die Sanierung und Renovierung der Steganlage wurde nach Planung und unter Leitung von Norbert Thamerus, sowie Werner Trunk und anderen durchgeführt. Sachkundige Clubmitglieder halfen ihm dabei. Diese Renovierung wurde 1996 mit dem Bau des Zugangsstegs unter dem Hafenmeister Peter Sucker abgeschlossen.

Im März 1990 verwüstete ein starker Südweststurm die Clubanlage. Die 1. MBC’ler räumten auf und brachten das Clubgelände wieder in Ordnung. In der Mitte der 90er Jahre mußten die Pappeln im Clubgelände gefällt werden. Anschließend folgte nach der Weisung des Umweltamtes der Stadt Speyer eine Neubepflanzung mit Eichen und anderen Bäümen.

1994 gab es wieder eine neue große Hauptaufgabe, die gründlicher Vorbereitung bedurfte. Es ging um den Neubau unseres Toiletten- und Duschhauses auf stabilen Hochwasser sicheren Fundamenten. Gefordert wurde zusätzlich die Fäkalienentsorgungsmöglichkeit von Chemietoiletten, Münzautomaten zum Duschen und ein Platz für Waschautomaten. Der damalige 1. Vorsitzende Josef Hardt holte sich hierfür die Architekten Fritz und Ralf Bender ins Boot. Ein vom Vorstand berufener Bauausschuss und mehrere aktive Clubmitglieder waren ihm außerdem aktive Berater und Helfer. Im Frühjahr 2001 lagen alle Fakten auf dem Tisch: der Bauplan und die offiziellen Genehmigungen der Stadt Speyer, der Bezirksregierung Neustadt und des Grundstückseigentümers SFG. Nun konnte mit dem Bau begonnen werden. Auf den 1. Vorsitzenden Josef Hardt folgte Harald Joseph als Präsident des 1. MBC Speyer, der alle bisherigen Pläne und Dokumente für die neue Toilettenanlage übernahm. Er ließ im Winter 2002/ 2003 die sanitären Anlagen erstellen und arbeitete wie viele andere Clubkameraden tatkräftig mit. Da unser Club viel Platz für Jugendsportgeräte, Werkzeuge und Mobiliar brauchte, wurden in der selben Zeit die Lagerhäuschen und die Werkstatt ebenfalls hochwassersicher auf unserem Clubgelände gebaut. Einige Gäste und Clubkameraden führten ein Fahrad mit, um in den nahe liegenden Geschäften einkaufen zu können. Aus diesem Grunde wurde ein überdachter Fahrradständer zum vorübergehenden Abstellen der Räder auf unserem Platz errichtet. Damit fanden die vielen Baumaßnah- men auf unserem Clubgelände ein vorläufiges Ende.

In den dann folgenden Jahren wurde das Clubschiff Rheinschnook innen renoviert.

2003 wurde die Steganlage mit neuen wetterfesten Holzrosten belegt.

In der Mitgliederversammlung 2007 wählten die 1. MBC’ler Willi Ostertag zum neuen 1. Vorsitzenden. Seine erfolgreiche Leitung des Clubs wurde durch Wiederwahl 2009 und 2011 bestätigt.

Ausbau und Sanierung

Der "Zahn der Zeit" nagte auch an der stabilen Anlage, und so sollten die Ausleger der gesamten Anlage sa-

niert werden. Deshalb wurde im Jahre 1992, unter Hafenmeister Norbert Thamerus, mit der Sanierungsmaßnahme und dem Ausbau begonnen. Drei Arbeitszelte wurden angeschafft, unter denen eifrig gearbeitet wurde. Im Februar 1993 waren 1/3 der Ausleger saniert. Bei Clubkamerad Werner Trunk wurde am 4. März 1993 auf dessen Bauhof der Firma Huber, in Reihen, ein Baulager für die Endausführung der Sanierung eingerichtet; Schablonen wurden angefertigt. Da die Herstellung durch eine Firma die Clubkasse doch recht beachtlich strapaziert hätte, wurde das Angebot von Werner Trunk, die Oberteile für sämtliche Stege zum Preis der Materialkosten in seiner Werkstatt herstellen zu lassen, seitens des Clubs dankend angenommen. Es wurden Arbeitsdienste organisiert und mit dem Clubgeist in Eigenleistung gearbeitet.

Dann war es so weit. Am 22. Oktober 1993 konnten die alten Ausleger demontiert werden. Hafenmeister Horst Schimbeno appellierte an seine Mitglieder, beim Aus- und Einbau der Stege tatkräftig mitzuwirken. Am 9. Oktober 1993 konnte beim Arbeitsdienst die Vorbereitung für den Abbau getroffen werden. Dann wurde am 22. Oktober die alte Anlage demontiert und am Folgetag mit Hilfe eines Autokrans herausgehoben. Die Arbeiten zogen sich hin, der letzte Hauptsteg konnte dann am 11. Dezember 1993, bei einem Arbeitsdienst mit 33 Personen, eingeschwommen werden. Die Steganlage war dann von der Konstruktion her auf den Stand von heute gebracht. Die Endmontage der Unterwasserbügel für die Stabilisierung der Ausleger konnte bis 7. Mai 1994 abgeschlossen werden.

Die Steganlage des 1. MBC Speyer sucht Ihresgleichen...

So komfortabel und elegant bietet sich die Steganlage den Mitgliedern und Gästen, ein Zustand, den man nicht so schnell wieder findet.

Auf die im Jahre 1994 geschaffene Stegkonstruktion wurden heimische Hölzer verwendet. Diese hatten den Nachteil einer schnelleren Verwitterung. Die Clubverantwortlichen entschieden sich für einen neuen Belag aus "Bankirei".

Am 20. März 2004 wurde in Arbeitsdiensten begonnen, den Belag auszuwechseln. Dazu mussten 180 Meter Stegbelag entfernt und neu belegt werden. Gleichzeitig wurde die gesamte Unterkonstruktion mit Schutzfarbe gestrichen. Den Rest, die Ausleger mit dem gleichen Belag zu versehen, übernahmen die einzelnen Liege- platz-Inhaber.

Ständige Wartung seiner Anlage ist die Maxime des 1. MBC Speyer, welche nur mit Hilfe der Mitglieder zu bewerkstelligen ist. Der 1. MBC Speyer bietet bei seinem 50-jährigen Jubiläum, am 10. Mai 2011, eine Hafenanlage der Superlative. Daran sind alle Mitglieder des Clubs beteiligt.

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